Block 1: Visions of a New World – Realism and Romance I

8. Norient Musikfilm Festival 2017
Donnerstag, 12. Januar 2017: ab 20:30 Uhr

Kino in der Reitschule Bern
Ein Film + eine audio-visuelle Performance

20:30 Hot Sugar's Cold World (USA)
22:15 J.G. Biberkopf (LTU/GER)  

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Eintritt: 25 CHF / 20 CHF (reduziert)
Kombi-Ticket mit Live 1: 30 CHF / 25 CHF (reduziert)
Ticket(s) hier reservieren      

Filmstill aus: Hot Sugars Cold World (Adam Bhala Lough, USA 2015)

Filmstill aus: Hot Sugars Cold World (Adam Bhala Lough, USA 2015)

20:30 Uhr: Hot Sugar's Cold World
Schweiz-Premiere
Adam Bhala Lough
USA 2015 – 87′
Originalton / Englische Untertitel

Es klickt, schabt, sägt und wummert: Die Beats von Nick Koenig aka Hot Sugar haben es in sich. Ein Digital Native, der da am Werk ist: Aus alltäglichen und verstreckten Sounds seiner Umgebung bastelt sich Hot Sugar am Laptop seine Beats zusammen, irgendwo zwischen relaxtem Hip Hop, zuckersüssen Melodien und Kaufhaus-Trash. Er geht dabei auch an ethische Grenzen: Auf seiner Jagd nach dem perfekten Beat nimmt Hot Sugar schon mal die Stille einer Leiche auf oder benutzt Totenschädel als Trommeln. Hot Sugar ist ein Einsiedler, das zeigt der Film. Nach der Trennung von seiner Freundin, die im Internet zum Star avanciert, sucht er sein Glück in Paris, der Stadt seiner Kindheit. Traumhafte Musik sowie skurrile Begegnungen mit Musikern und Berühmtheiten wie dem Filmregisseuren Jim Jarmusch oder dem renommierten Astrophysiker Dr. Neil deGrasse Tyson offerieren so Einblicke ins Leben und Denken eines zeitgenössischen Musikproduzenten.

Film-WebsiteFacebookBandcamp Hot Sugar

Trailer:

FilmStillS aus: Hot Sugars Cold World (Adam Bhala Lough, USA 2015)

FilmStillS aus: Hot Sugars Cold World (Adam Bhala Lough, USA 2015)

22:15 Uhr: Ecosystems of Excess
Audivisuelle Liveperformance von J.G. Biberkopf
Schweiz-Premiere
Vilnius, Litauen / Berlin, Deutschland – 50′

«The Ecosystem of Excess performance is an engagement with, and a reaction to, the unconscious drives of 21st-century modernity.» J.G. Biberkopf

J.G. Biberkopf (Vilnius/Berlin)

J.G. Biberkopf (Vilnius/Berlin)

Jacques Gaspard Biberkopf bezeichnet seine Musik selbst als «Audiotheater». Tatsächlich schweben die cineastischen Klangcollagen in einem schwerelosen Raum zwischen Clubmusik und Kunstmusik, der unsere komplexe Zeit und Welt reflektiert. Die Einflüsse reichen dabei von zeitgenössischer Theorie bis zur Musik der Gegenwart: Dark Ecology, Sound Studies, Architektur, Existentialismus, post-dramatisches Theater sowie Fetzen aus Grime, Noise und Musique Concrète. Der Litauer ist mit seinem Sound auf der Suche nach einer komponierten Räumlichkeit, jenseits fixer Zentren oder Identitäten. Seine Tracks funktionieren im kollektiven Gedächtnis als Zeichen oder Memes. Am Norient Musikfilm Festival ist Biberkopf mit seiner neuen audio-visuellen Liveshow zu Gast. Sie pendelt zwischen nervösen Stroboskop-Lichtern, die wie diffuse Erinnerungen an ekstatische Clubnächte wirken und Panoramen entfremdeter Skylines und verlassenen Strassen. Eine Auseinandersetzung mit dem 21. Jahrhundert – von einem der spannendsten Soundkünstler derzeit.

Interview: http://norient.com/stories/i-tend-to-get-annoyed-when-what-i-do-is-called-sound-design/

SoundCloudBandcamp

Trailer:

 

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