Visions of a New World – Realism and Romance

8. Norient Musikfilm Festival 2017
Friday, January 13: from 20.30

Le Bourg, Lausanne
1 Film, 1 AV-Performance, 1 Live Act, 2 DJ-Sets

21:00 Hot Sugar's Cold World (USA)
22:45 J.G. Biberkopf (LTU/GER)
23:45 Dope Saint Jude (RSA)
00:45 Dis Fig (USA/GER)
01:45 DJ-Set Dissent Dawn

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→ Tickets for Lausanne can be bought via Petzitickets.

Filmstill aus: Hot Sugars Cold World (Adam Bhala Lough, USA 2015)

Filmstill aus: Hot Sugars Cold World (Adam Bhala Lough, USA 2015)

21:00 Uhr: Hot Sugar's Cold World
Schweiz-Premiere
Adam Bhala Lough
USA 2015 – 87′
Originalton / Englische Untertitel

Es klickt, schabt, sägt und wummert: Die Beats von Nick Koenig aka Hot Sugar haben es in sich. Ein Digital Native, der da am Werk ist: Aus alltäglichen und verstreckten Sounds seiner Umgebung bastelt sich Hot Sugar am Laptop seine Beats zusammen, irgendwo zwischen relaxtem Hip Hop, zuckersüssen Melodien und Kaufhaus-Trash. Er geht dabei auch an ethische Grenzen: Auf seiner Jagd nach dem perfekten Beat nimmt Hot Sugar schon mal die Stille einer Leiche auf oder benutzt Totenschädel als Trommeln. Hot Sugar ist ein Einsiedler, das zeigt der Film. Nach der Trennung von seiner Freundin, die im Internet zum Star avanciert, sucht er sein Glück in Paris, der Stadt seiner Kindheit. Traumhafte Musik sowie skurrile Begegnungen mit Musikern und Berühmtheiten wie dem Filmregisseuren Jim Jarmusch oder dem renommierten Astrophysiker Dr. Neil deGrasse Tyson offerieren so Einblicke ins Leben und Denken eines zeitgenössischen Musikproduzenten.

Film-WebsiteFacebookBandcamp Hot Sugar

Trailer

 

22:45 Uhr: Ecosystems of Excess
Audivisuelle Liveperformance von J.G. Biberkopf
Schweiz-Premiere
Vilnius, Litauen / Berlin, Deutschland – 50′

«The Ecosystem of Excess performance is an engagement with, and a reaction to, the unconscious drives of 21st-century modernity.» J.G. Biberkopf

Jacques Gaspard Biberkopf bezeichnet seine Musik selbst als «Audiotheater». Tatsächlich schweben die cineastischen Klangcollagen in einem schwerelosen Raum zwischen Clubmusik und Kunstmusik, der unsere komplexe Zeit und Welt reflektiert. Die Einflüsse reichen dabei von zeitgenössischer Theorie bis zur Musik der Gegenwart: Dark Ecology, Sound Studies, Architektur, Existentialismus, post-dramatisches Theater sowie Fetzen aus Grime, Noise und Musique Concrète. Der Litauer ist mit seinem Sound auf der Suche nach einer komponierten Räumlichkeit, jenseits fixer Zentren oder Identitäten. Seine Tracks funktionieren im kollektiven Gedächtnis als Zeichen oder Memes. Am Norient Musikfilm Festival ist Biberkopf mit seiner neuen audio-visuellen Liveshow zu Gast. Sie pendelt zwischen nervösen Stroboskop-Lichtern, die wie diffuse Erinnerungen an ekstatische Clubnächte wirken und Panoramen entfremdeter Skylines und verlassenen Strassen. Eine Auseinandersetzung mit dem 21. Jahrhundert – von einem der spannendsten Soundkünstler derzeit.

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Trailer

 

23:45 Uhr: Dope Saint Jude
Kapstadt, Südafrika

«We wanted a song that was fun, yet political» Dope Saint Jude

Dope Saint Jude ist eine Rapperin der neuen Generation. Mit ihren dynamischen Soundproduktionen, ihren feministischen Lyrics und frischen Performances steht die Südafrikanerin für einen politischen Hip Hop ohne Imponiergehabe. Sie trägt ihre Botschaften mit Ironie und Witz vor. Ihre Texte sind gespickt mit cleveren Wortspielereien und getränkt mit dem Afrikaans Slang der Cape Flats Townships und mit «Gayle», dem lokalen Slang der Gay-Szene. Dope Saint Jude arbeitet im Umfeld des südafrikanischen Produzenten Angel-Ho, seines Zeichens Gründer des post-digitalen und multilokalen Kollektiv von NON Records, dem Label der Stunde. Ihr Auftritt an der Norient Clubnacht «Seismographic Sounds» in Kapstadt hat uns alle umgehauen.

ARTIKEL: http://norient.com/stories/queer-and-of-here/

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MUSIKVIDEOS

 

0:45 Uhr: Dis Fig
Berlin, Deutschland / New York, USA

 

«Dis Fig is a medium between street culture and the ever-mutating micro-scenes of the 2.0.» Resident Advisor

Grenzen zu überwinden wurde der in den USA geborenen chinesischen Künstlerin Dis Fig in die Wiege gelegt. In ihren DJ-Sets verfolgt sie diesen Weg weiter, kreuzt die rauen Club-Sounds von Grime, Baile und Jersey mit Rap und R&B, verschmilzt den Sound der Strasse mit digitaler Hochglanzästhetik. Damit schafft sie eine Stimmung, die sowohl die Beine als auch den Kopf in Bewegung bringt und Tänzerinnen und Zuhörer – am frühen Morgen – verändert zurücklässt. Immer neue Inspirationen findet sie zum Beispiel in ihrer Radio-Sendung «Call Dibs», die sich mit experimentellen (De-)Konstruktionen von internationaler Club-Musik auseinandersetzt.

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Nous sommes impatients de vous voir!

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